Windlicht selbstgemacht

Heute hatten wir eine ganz spontane Idee, die wir euch hier einmal zeigen wollen. Wir finden, dass sich das Ergebnis wirklich sehen lässt.

Wie es dazu kam:

Der Tischler hatte eine Baustelle, auf der er Hochkantlamellen –  das ist ein Massivparkett – aus Räuchereiche verlegt hat. Von dem Material war etwas übrig und irgendwie fanden wir es zu schade, damit den Ofen anzufeuern (bei der Hitze!!), oder den Grill anzumachen, oder ein Lagerfeuer zu machen, oder ….

Da kam uns beim Umherspielen und Aufeinanderstapeln der kleinen Hölzchen die Idee  – das eignet sich ja perfekt für ein Windlicht.

Dann haben wir natürlich gleich an den  Blog gedacht und überlegt : jeder hat in seiner Nähe bestimmt einen Parkettleger, der so etwas auch mal übrig hat. Also sind wir in die Werkstatt gegangen, haben die Kamera mitgenommen und das Ergebnis des „Feierabendbastelns“ wollen wir euch hier Schritt für Schritt zeigen.

Los geht`s:

 

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So sehen diese Parkettplatten aus und man kann jede Lamelle einzelnd davon abziehen. Je nachdem wie groß bzw. wie hoch das Windlicht werden soll, kann man die Stäbe verwenden: wir haben uns für eine mittlere Höhe entschieden und haben 13 Reihen geklebt, also insgesamt 26 kleine Lamellen. Den Boden für das Windlicht haben wir aus einem Stück Restholz gemacht, so etwas bekommt man auch in jedem Baumarkt.  Wenn man in der „Zuschnittabteilung“ mal nachfragt kann es sein, dass  so ein Abfallstück immer mal übrig ist …manchmal wird das auch schnell passend geschnitten( wenn man nett fragt, oft sogar ohne Berechnung). Wir haben uns für die Größe von 14 x 14 cm entschieden, damit in das spätere Windlicht auch eine größere Kerze hineinpasst. Nutzen könnte man es auch als Blumenvase, mithilfe eines Glasgefäßes.

 

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Damit man möglichst genau arbeitet, wenn die kleinen Lamellen geleimt werden, haben „wir“ ( also eigentlich der Tischler) hier ein Model aus Spanplatten in der Größe 11 x 11 cm gebaut. Aber ohne ihn hätten WIR eine Pappschablone gebastelt, die selbstverständlich den gleichen Effekt hat.

 

 

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Durch die Schablone hat man immer den gleichen Abstand zu allen Seiten und kann jetzt einfach nach Lust und Laune die einzelnen Lamellen in der gewünschten Höhe drumherum  kleben. Womit? Mit ganz normalem Leim, zB. Ponal. Damit das auch alles etwas schneller geht, kann man erst mit einer Lamelle anfangen, zeichnet sich an, wo der Leimpunkt hin soll, legt die Lamelle neben die anderen und zieht dann komplett einmal einen Leimstrich an allen Lamellen entlang. Dabei ist es wichtig darauf zu achten, dass man alle gut festhält und das der Abstand auf beiden Seiten gleich ist, damit der Leim auch immer dort ist, wo er auch hin soll.

 

 

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Wenn das Windlicht die gewünschte Höhe hat, kann man die Schablone rausziehen und das Ganze ca. 1 Std. stehen lassen. Der Leim sollte nun hart sein und „mann?“ kann weiter werkeln.

Man nimmt sich einfache Wandfarbe, je nachdem welchen Farbton man für das Windlicht haben möchte,und malt es an. Es empfiehlt sich, das Ganze mit einem Pinsel zu machen, damit man auch in die einzelnen Zwischenräume kommt.

 

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Nachdem die Farbe getrocknet ist, kann man sich Schleifpapier nehmen (100 – 120 Körnung) und die Kanten und Flächen so richtig schön durchschleifen: es bekommt dadurch den Shabby- look und sieht nicht so neu aus, sondern eher individuell, denn man sieht dann ja die dunkle Farbe von der Räuchereiche durch.

 

 

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Und was denkt ihr, was wir gemacht haben?

Das ist doch klar oder?

 

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Wir haben natürlich Sterne ausgedruckt auf einer selbstklebenden Folie ( die haben ja echte Bastler immer im Haus :o) ), dann wurden die STARS mit dem Cuttermesser ausgeschnitten und auf das Windlicht geklebt. Dabei ist es wichtig, die richtige Position zu finden, sonst ist  es nachher nicht gut zu erkennen, also möglichst so, daß viel von der Kontur des Motives auf dem Holz ist, damit man auf Anhieb erkennen kann, was es sein soll – sonst wäre der Effekt ja nicht so klasse!

Außerdem wollten wir die  No. 64  auf unserem Windlicht haben, ging aber mit der Schablone nicht so gut, also meinte der Tischler: „Was  nicht passt, wird passend gemacht!“ – holte die Flex und so ein anderes Schneideding und zerschnitt die Schablone.  ( Zum Glück haben wir die ja in verschiedenen Größen im Shop), aber wir kamen nicht dazu, das noch anzumerken -BEVOR die Schablone  „passend“ war :o)

Ja, und so kam es dann, dass wir im Eifer des Gefechtes nicht nur eins davon gemacht haben, sondern gleich so viele, dass man damit den Shop bestücken kann.

Hier mal die verschiedenen Varianten:

 

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 Wir haben für das Innenleben des Windlichtes aus dem Shop das „Jar flower light“- Windlicht von Artefina genommen- es passt ein Teelicht, aber auch eine Stumpenkerze rein. Außerdem wollten wir,dass man es auch mal für einen Blumentopf verwenden kann. Die „Homemade“  Anhänger haben wir in verschiedenen Formen im Shop- wir haben sie hier einfach mit einem Band festgemacht, es sieht aber auch toll aus, wenn man sie mit kleinen Nägeln festnagelt. Der  Zinkstern passt natürlich auch klasse, gerade wenn man Sterne mag.

Und wie findet IHR die Idee?

Wir würden uns natürlich freuen, wenn irgendjemand von euch es einmal ausprobieren würde, jeder so, wie es ihm am besten gefällt!

Für alle, die das Zubehör bei uns kaufen möchten: das Windlicht „Jar flower light“ von Artefina kostet 4,00 €, die „Homemade“- Schilder in oval oder rechteckig kosten  2,00 € und der Zinkstern kostet 0,30 €.

Außerdem freuen wir uns riesig darüber, wenn ihr uns hier Kommentare hinterlasst für evtl. Verbesserungsvorschläge oder wie ihr es findet. Ihr könnt uns auch gerne Bilder von euren gebastelten Werken zeigen! Wir freuen uns :o)

Bis dahin ihr Bastler und Tüftler und kreativen Köpfe

 

unterschrift